St.Gallen: Lebendige Nacht - Fledermäuse in der Stadt Resultate Die Stadt als Lebensraum für Fledermäuse Im Rahmen der Aktion «Lebendige Nacht: Fledermäuse in der Stadt St.Gallen» wurde im Sommer 2024 die Fledermausvielfalt in Innen- und Hinterhöfen der Stadt St.Gallen untersucht. Ziel des Projektes war es, die Bevölkerung für die heimlichen Königinnen der Nacht zu sensibilisieren, Nachweise von Fledermausarten zu generieren und die Nutzung von Grün- und Freiräumen von Wohnsiedlungen durch Fledermäuse als Jagdgebiete zu erfassen. Von Juni bis August 2024 wurden in 34 städtischen Wohnsiedlungen mit bioakustischen Geräten Fledermausrufe aufgezeichnet. Die Feldarbeiten wurden von über 25 Freiwilligen sowie von Praktikantinnen vom Projekt StadtWildTiere durchgeführt. Vielfältige Fledermausfauna Durch die Aktion «Lebendige Nacht: Fledermäuse in St.Gallen» konnte gezeigt werden, dass die nächtlichen Flugkünstlerinnen in allen untersuchten Wohnsiedlungen der Stadt vorkommen. Bei der Analyse der Ultraschallaufnahmen wurden mehr als 2300 Fledermaussequenzen identifiziert, die mindestens 7 Fledermausarten zugeordnet werden konnten. 95 Prozent der aufgenommenen Fledermausrufe stammten von den weitverbreiteten Zwerg- und Rauhautfledermäusen. Diese beiden Arten sind bekannt dafür, dass sie im Siedlungsgebiet gut zurechtkommen. Sie finden in kleinen Spalten an Gebäuden, wie in Rollladenkästen oder Dachvorsprüngen geeignete Tagesverstecke und sind toleranter gegenüber nächtlichen Kunstlicht. Die restlichen Rufe stammten von mindestens fünf weiteren Arten wie dem grossen Abendsegler oder der Wasserfledermaus. Besonders erfreulich war der Nachweis einer gefährdeten Langohrfledermaus. Ebenso erfreulich waren die Erstnachweise der Mückenfledermaus und der Alpenfledermaus auf dem Gebiet der Stadt St.Gallen. Beide Arten sind auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten als potenziell gefährdet eingestuft. Die Resultate der Feldaufnahmen zeigen, dass Innenhöfe von verschiedenen Fledermausarten häufig als Jagdgebiete genutzt werden. Weitere Informationen finden sich im Schlussbericht: Dokument Schlussbericht 2024 von StadtWildTiere St.Gallen_2.pdf Link auf die interaktive Karte mit den Resultaten der Feldaufnahmen 2024 Link zum Projektvideo Empfehlungen für fledermausfreundliche Siedlungsgebiete Bäume fördern und erhalten: Grosse und alte Bäume für die Fledermäuse eine entscheidende Rolle spielen. Daher empfehlen wir, bestehende Bäume in den Wohnsiedlungen zu erhalten und neue Bäume zu pflanzen. Ökologisch wertvolle Baumarten sind zu bevorzugen, da diese Lebensraum und Nahrung für Insekten bieten, welche wiederum Beuteinsekten für Fledermäuse sind. Mehr Kleingewässer für die trockene und warme Stadt: Städte sind wegen der hohen Bodenversiegelung, der eingedolten Bäche und trockengelegten Feuchtgebiete mehrheitlich trockene Gebiete. Die bestehenden Wasserstellen, etwa Gartenteiche, Feuchtbiotope oder nicht eingedohlte Bachläufe haben damit eine zentrale Bedeutung für Wildtiere.Für Fledermäuse, aber auch für andere Wildtiere wie Igel, Füchse und Dachse, wäre es wünschenswert, wenn es in der Stadt mehr zugängliche Wasserstellen gäbe. Plan Lumière für Fledermäuse und anderen lichtempfindliche Wildtiere: Fledermäuse sind durch nächtliches Kunstlicht besonders betroffen. Werden Fledermausquartiere, Grün- und Freiräume im Siedlungsgebiet und Landschaften in der Nacht beleuchtet, führt dies dazu, dass die Fledermäuse später zum Jagen ausfliegen und Flugkorridore oder Jagdgebiete teils nicht mehr nutzen können. Fledermäuse und andere Wildtiere profitieren von der Reduktion nächtlicher Lichtemissionen. Eine gezielte Planung des künstlichen Lichts in privaten und öffentlichen Räumen sollte zum Ziel haben, dass Licht nur zu Zeiten eingesetzt wird, wenn es gebraucht wird und nur dorthin gelangt, wo es einen Zweck erfüllt. Trägerschaft und Finanzierung Das Projekt «Lebendige Nacht: Fledermäuse in der Stadt St.Gallen» wird im Rahmen von «Natur findet Stadt» von der Stadt St.Gallen, vom WWF St.Gallen, von Pro Natura St.Gallen-Appenzell, dem Naturmuseum St.Gallen und vom Naturschutzverein St.Gallen und Umgebung getragen. Das Projekt wird zudem finanziell unterstützt von folgenden Institutionen und Stiftungen: Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St.Gallen ANJF, Dr. Bertold Suhner-Stiftung für die Natur, Hedy Hasler Fonds, Markus Oettli-Stiftung für Umweltschutz und Denkmalpflege, Straubenzellerfonds der Ortsbürgergemeinde St.Gallen, Susanne und Martin Knechtli-Kradolfer-Stiftung. Herzlichen Dank! 2024 stehen im Projekt StadtWildTiere St.Gallen die Fledermäuse im Zentrum. Zusammen mit Freiwilligen aus der Bevölkerung wollten wir herausfinden, welche Fledermausarten in der Stadt St.Gallen leben. Erfahren Sie hier, was in diesem Jahr geplant war. mehr
St.Gallen: Stunde der Blütenbesucher Die Stunde der Blütenbesucher 2023 ist beendet. Vielen Dank für die Teilnahme und die Mithilfe, die Verbreitung und Artzusammensetzung der Blütenbesucher in der Stadt St.Gallen genauer kennenzulernen. mehr
St.Gallen: Freie Bahn für Igel, Eichhörnchen & Co. Finanzierung Das Projekt "Freie Bahn für Igel, Eichhörnchen & Co." wurde von den nachfolgenden Organisationen unterstützt: Trägerorganisationen der StadtWildTiere St.Gallen Kanton St.Gallen, Amt für Natur, Jagd und Fischerei Dr. Bertold Suhner-Stiftung Straubenzeller Fonds der Ortsbürgergemeinde St.Gallen Susanne und Martin Knechtli-Kradolfer-Stiftung Hedy Hasler Fonds E.Fritz und Yvonne Hoffmann-Stiftung Monique Gallusser Lafont-Stiftung Das Projekt «Freie Bahn für Igel, Eichhörnchen & Co.» wurde Ende 2021 abgeschlossen. Jedoch können Sie auch in Zukunft mithelfen, die Stadt durchgängiger und wildtierfreundlicher zu gestalten! mehr
St.Gallen: Tierische Jäger in der Stadt: Fuchs, Dachs & Co. Mitmachen Interessierte für Raubtiermonitoring gesucht Gemeinsam mit interessierten St.Gallerinnen und St.Galler möchten wir den tierischen Jägern in der Stadt auf die Spur kommen. Um mehr über die Verbreitung und Populationsentwicklung der verschiedenen urbanen Raubtierarten und ihren Gesundheitszustandes zu erfahren, wollen wir ein Monitoringnetz mit Wildtierkameras in der Stadt St.Gallen aufbauen. Hierzu suchen wir interessierte Personen aus der Stadt St.Gallen, die gerne eine solche Monitoring-Station für einen längeren Zeitraum betreuen möchten. Im Frühling werden wir hier die Anmeldemöglichkeiten publizieren. StadtWildTiere-Anlass StadtWildTiere St.Gallen lädt Sie herzlich zum jährlichen Wildtieranlass im Naturmuseum St.Gallen am 17. März 2026 ein. Es erwartet Sie spannende Resultate vom Fledermausjahr 2025, interessante Einblicke in die Welt der heimischen Raubtiere in der Stadt St.Gallen und der Ausblick auf die Aktion 2026 zu den tierischen Jägern in der Stadt St.Gallen: Fuchs, Dachs, Steinmarder & Co. Das Programm des Abends und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier: Anmeldung Wildtieranlass Angebot für Schulklassen Im Rahmen der Aktion "Tierische Jäger in der Stadt: Fuchs, Dachs & Co." wird ein Angebot für Schulklassen zum Thema Raubtiere im Siedlungsraum erarbeitet. Schülerinnen und Schüler können durch das Angebot die Wildtiere Fuchs, Dachs und Marder entdecken. Sie lernen deren Lebensräume und typische Merkmale kennen und überlegen, wie man Wildtieren respektvoll begegnet. Das Angebot unterstützt zentrale Kompetenzen des Lehrplans 21, insbesondere das Beobachten, Vergleichen und Beschreiben von Tieren sowie das Reflektieren des Umgangs mit der Natur. Weitere Informationen folgen demnächst. Wildtier-Beobachtungen melden Bild Haben Sie ein Wildtier gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtung! Hier melden Gemeinsam mit Freiwilligen möchten wir den tierischen Jägern in der Stadt St.Gallen auf die Spur kommen. Erfahren Sie hier, wie Sie mitmachen können. mehr
StadtWildTiere St.Gallen: Wildtieranlass 2026 stgallen.stadtwildtiere.ch www.stadtwildtiere.ch Weiterlesen über StadtWildTiere St.Gallen: Wildtieranlass 2026
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