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Weiße Heideschnecke

Biologie

Entgegen dem Klischee der Schnecke als Regenliebhaberin, die trockene Umgebungen meidet, siedelt sich die Weiße Heideschnecke dort an, wo es warm und trocken ist. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich vom altgriechischen xēros ab, was "trocken" bedeutet. Diese Überlebenskünstlerin hat einige Tricks an Lager, um der Austrocknung entgegenzuwirken: Beispielsweise lässt sie sich auf hohen Gräsern nieder und verschließt ihre Schale mit einem Verschluss aus 1 bis 9 Membranen getrocknetem Schleim mit einer kalkhaltigen Verkrustung. Sie ernährt sich hauptsächlich von getrockneten Pflanzenteilen. Die Fortpflanzung findet im Herbst statt, weil im Sommer keine günstigen Überlebensbedingungen für die Jungschnecken herrschen. Sie legt 25 bis 40 milchig-weiße Eier, die sie 2 cm tief im Boden vergräbt. Nach der Eiablage stirbt das erwachsene Tier.

Lebensraum

Trocken, gut besonnt, mit kalkhaltigem Boden und spärlicher Vegetation: trockene Wiesen, Dünen, Felsen, aber auch künstliche Umgebungen wie Kiesgruben, Dämme, Weinberge, Straßenränder, Bahndämme oder Ruinen. Zwischen 300 und 1600 m, manchmal bis zu 2100 m über Meer. In den Alpen: vorwiegend trockene Innentäler.

Verbreitung

Südost-Europa

Vorkommen Wallis

Das Wallis und seine trockenen Hänge beherbergen immer noch zahlreiche, teilweise sehr grosse Populationen. In der restlichen Schweiz hat die Weisse Heideschnecke einen massiven Rückgang erlitten.

Gefahren
  • Veränderte Nutzung von Trockenwiesen und -weiden: Wie die Weiße Turmschnecke ist auch die Weiße Heideschnecke auf Pflanzengemeinschaften angewiesen, welche durch die Aufgabe der extensiven Landwirtschaft gestört werden.
Mensch & Tier
Fördermaßnahmen

Der Bewegungsradius vieler Schnecken ist gering, bei einigen ist er auf wenige Meter im Leben beschränkt. So können sie nicht mit den raschen und tiefgreifenden Veränderungen der Umwelt  Schritt halten. Um dem entgegenzuwirken, müssen die Maßnahmen auf den Schutz und die Vernetzung von Lebensräumen konzentriert werden.

Beobachtungstipps
Beobachtungstipps
Das Tier

In den wärmeren, trockeneren Monaten sollten Sie nach «Schneckenbüscheln» Ausschau halten: Hohe Gräser werden von Weißen Heideschnecken erobert, die sich zur Sommerruhe in großer Zahl an den Stängeln festsetzen. Bei feuchtem Wetter kann man beobachten, wie sie vegetarische Köstlichkeiten wie die Brennnessel (Urtica sp.), die Ackerwinde (Convolvulus arvensis) und den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) knabbern.

Das leere Gehäuse

Ihre Gehäuse sind weiß, manchmal sogar leuchtend weiß und so auf dem Boden gut zu sehen. Zum Beispiel am Fuße von sonnenexponierten Felsen oder an einem trockenen Hang.

Gehäuse der Weißen Heideschnecke.
Viele Weiße Heideschnecken an trockenen Pflanzenstengeln.
Mehr Informationen
Schneckenfauna der Schweiz
Autor
Cristina Boschi
Verlag
Haupt
Die Landschnecken Deutschlands
Autor
Vollrath Wiese
Verlag
Quelle & Meyer
Status
migriert
Meta description
Artporträt der Weißen Heideschnecke mit spannenden Informationen, Beobachtungstipps, Verbreitungskarte und tollen Bildern.

Gemeine Bernsteinschnecke

Biologie

Wie ihr Name verrät, besitzt die Gemeine Bernsteinschnecke ein bernsteinfarbenes Gehäuse. Durch die mehr oder weniger durchscheinende Wand kann man den Körper des Tieres sehen. Das Gehäuse ist jedoch zu eng und zerbrechlich, als dass sich das Tier vollständig darin verstecken könnte.
Die schmucke Schnecke wird im Französischen auch ambrette amphibie, Amphibien-Bernsteinschnecke, genannt. Und das aus gutem Grund: Sie hält sich gerne in der Nähe von Wasser auf, lebt aber nicht vollständig unter Wasser. Sie ist also eine überzeugte Landschnecke, siedelt sich aber in der Wasservegetation an, wo sie häufig und leicht zu beobachten ist. Die Gemeine Bernsteinschnecke ernährt sich von allerart lebenden oder verrottenden Pflanzen. Sie pflanzt sich von April bis Oktober fort und legt ihre Eier in mehreren gallertartigen Bündeln von 40 bis 80 Stück auf Blättern oder feuchtem Totholz ab.

Lebensraum

Nur in Umgebungen mit hoher Feuchtigkeit: Sümpfe, Fluss- und Seeufer, Auwälder, Feuchtwiesen usw. Von 300 bis 800 m über Meer, manchmal bis zu 1800 m.

Verbreitung

Europa, Sibirien

Gefahren
  • Trockenlegung von Sümpfen und Teichen für Kultur- und Bauland
  • Uferverbauungen
Mensch & Tier
Fördermaßnahmen
Wasser im Garten

Die Gemeine Bernsteinschnecke ist weit verbreitet, wenn auch in Bergregionen eher selten. Um diese Art zu fördern, können Sie in Ihrem Garten eine Wasserfläche mit einheimischen Wasserpflanzen anlegen. Von dieser Fördermaßnahme profitieren auch viele andere Tiere.

Beobachtungstipps
Beobachtungstipps
Das Tier

Suchen Sie in der Wasservegetation, insbesondere in einer Höhe von 30 bis 80 cm über der Boden- oder Wasseroberfläche. Im Frühjahr und Herbst sollte man auch am Boden unter den Resten abgestorbener Pflanzen suchen. Ein weiterer Tipp: Suchen Sie besonders in der Nähe der Lieblingsspeisen der Gemeinen Bernsteinschnecke: Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea), Kalmus (Acorus calamus), Ampfer (Rumex sp.) und Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus).

Das leere Gehäuse

Suchen Sie auf dem Boden des Ufers.

Gehäuse der Gemeinen Bernsteinschnecke.
Gemeine Bernsteinschnecke an einem Schilfhalm.
Mehr Informationen
Schneckenfauna der Schweiz
Autor
Cristina Boschi
Verlag
Haupt
Die Landschnecken Deutschlands
Autor
Vollrath Wiese
Verlag
Quelle & Meyer
Status
migriert
Meta description
Artporträt der Gemeinen Bernsteinschnecke mit spannenden Informationen, Beobachtungstipps, Verbreitungskarte und tollen Bildern.

Gefältelte Schließmundschnecke

Biologie

Diese kleine Schnecke ist etwa so groß wie ein Haferkorn. Ihr hübsches Gehäuse weist eng beieinanderliegende Zuwachsstreifen auf, die Falten bilden, daher ihr deutscher Name. Wie alle Schnecken dieser Familie (der Schließmundschnecken) hat ihr Gehäuse eine kleine Tür, ein bewegliches, löffelförmiges Teil aus Kalk. Diese Tür kann sie zu ihrem Schutz über die Gehäuseöffnung klappen. Außerdem geht man davon aus, dass sie zweimal pro Jahr brütet: Eier sind von Mai bis Juni und von August bis Oktober in Gruppen von 30 bis 40 Stück zu finden. Die Jungtiere schlüpfen nach 18-20 Tagen und erreichen ihre Geschlechtsreife am Ende ihres zweiten Lebensjahres.

Lebensraum

Laub- oder Mischwälder, in feuchtem Unterholz, steinig und kalkreich: Streu, Moose, Baumstämme, Felsen. Auch auf Felsen und Steinmauern außerhalb von Wäldern. Höhenlagen zwischen 300 und 1200 m über Meer, in der Schweiz bis auf 2000 m.

Verbreitung

Mitteleuropa

Gefahren
  • Fichtenmonokulturen versauern die Böden. Unter diesen Bedingungen hat die Schnecke Schwierigkeiten, ihre Kalkschale zu bilden.
Mensch & Tier
Fördermaßnahmen
Verwunschene Wälder

Aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer Tarnfarbe fällt die Gefältelte Schließmundschnecke nicht besonders auf. Sie ist den Menschen wenig bekannt, aber auch (vorerst) nicht bedroht. Sorgen wir dafür, dass das so bleibt. Wie für alle Schneckenarten ist es wichtig, einen qualitativ hochwertigen Lebensraum zu schaffen. Sie braucht natürliche und abwechslungsreiche Wälder mit Moosen, alten Bäumen und Felsblöcken.

Beobachtungstipps
Beobachtungstipps
Das Tier

Schauen Sie sich im Wald Baumstämme, Mauern und Felsen genau an, besonders bei nassem Wetter. Meist ist sie hoch oben auf diesen Untergründen aktiv. Man kann aber auch beobachten, wie sie sich unter Streu und Steinen ausruht.

Das leere Gehäuse

Durchsuchen Sie vorsichtig Streu und Moos, heben Sie Steine auf und suchen Sie nach Rissen in der Rinde.

Gehäuse der Gefälteten Schliessmundschnecke.
Mehr Informationen
Schneckenfauna der Schweiz
Autor
Cristina Boschi
Verlag
Haupt
Die Landschnecken Deutschlands
Autor
Vollrath Wiese
Verlag
Quelle & Meyer
Status
migriert
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Artporträt der Gefälteten Schließmundschnecke mit spannenden Informationen, Beobachtungstipps, Verbreitungskarte und tollen Bildern.

Riemenschnecke

Biologie

Die Riemenschnecke hat ein abgeflachtes Gehäuse, welches ihre Namensgeber im deutschen Sprachraum als zusammengerollten Gürtel bzw. Riemen erkannten. Im Französischen hingegen steht ihr haariges Gehäuse im Mittelpunkt: Veloutée plane – die samtige, flache Schnecke. Die Waldbewohnerin ist zur Überwinterung, Fortpflanzung und Eiablage auf verrottende Baumstämme angewiesen. Die Eier werden als Gelege von 8 bis 20 Stück zwischen Mai und Juli in verrottendes Holz gelegt und mit einer schützenden Schleimschicht überzogen. Die haarige Schnecke wird nur 2,5 bis 3 Jahre alt. Pro Jahr gibt es zwei Generationen: eine im Frühjahr und eine im Herbst. Es überrascht nicht, dass sich die Riemenschnecke von verrottendem Holz ernährt. Sie frisst aber auch Blätter, Blumen, Algen, Flechten und Moos.

Lebensraum

Unterholz von Laub- oder Mischwäldern, im Allgemeinen – aber nicht immer – auf kalkhaltigem Boden, reich an Steinen, totem Holz und Laub. Manchmal auch in Hecken oder Gebüschen. Vorwiegend in Höhen zwischen 300 und 900 m über Meer, gesichtet aber auch auf bis zu 1600 m.

Verbreitung

Mittel- und Südeuropa

Gefahren
  • Abholzung der Wälder, die Ausfuhr von Holz und die "Reinigung" des Waldbodens: Glücklicherweise haben sich diese forstwirtschaftlichen Praktiken in der Schweiz verändert.
Mensch & Tier
Fördermaßnahmen
Ja zu Totholz

Da die Riemenschnecke zum Überleben auf Totholz angewiesen ist, braucht sie Wälder, in denen tote oder verrottende Bäume stehen oder liegen gelassen werden. Wenn Sie einen Garten mit alten Bäumen haben, sorgen Sie dafür, dass diese ein langes Leben haben – auch wenn sie tot sind. Unsere Riemenschnecke und unzählige andere Tiere werden Ihnen dankbar sein.

Beobachtungstipps
Beobachtungstipps
Das Tier

Erkunden sie Schlupfwinkel und Nischen in Laubwäldern, besonders wenn sie feucht sind. Halten Sie Ausschau in der Streu, unter Steinen und am Fuß von Baumstümpfen, welche die Riemenschnecke gerne erklimmt.

Das leere Gehäuse

Beobachten Sie die Streu genau, am besten auf allen Vieren, da ihre braune Farbe sie gut tarnt. Verteilen Sie eine Handvoll Waldboden auf einem weißen Blatt Papier, um die dunklen Gehäuse besser erkennen zu können.

Gehäuse der Riemenschnecke.
Riemenschnecke auf einem Stück Totholz.
Mehr Informationen
Schneckenfauna der Schweiz
Autor
Cristina Boschi
Verlag
Haupt
Die Landschnecken Deutschlands
Autor
Vollrath Wiese
Verlag
Quelle & Meyer
Status
migriert
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Artporträt der Riemenschnecke mit spannenden Informationen, Beobachtungstipps, Verbreitungskarte und tollen Bildern.

Weiße Turmschnecke

Biologie

Die Weiße Turmschnecke ist auch als Märzenschnecke oder Zebraschnecke bekannt. Mit ihrem hübschen, hellen Gehäuse kriecht sie über sonnige Wiesen. Im Schneckentempo durchwühlt sie Rasen, Wiesen und Brachland auf der Suche nach Pflanzenresten, lebenden Algen, Mikropilzen, Flechten oder Ausscheidungen von Pflanzenfressern. Sie mag auch frische und zarte Pflanzen. Sie pflanzt sich in den Monaten April-Mai und August-September fort – aber einzig an Regentagen. Einige Tage nach diesem Ereignis vergräbt sie sich bis zum Gehäuse in der Erde, um ihre Eier in Gruppen von 15 bis 70 Stück abzulegen. Die Jungtiere schlüpfen nach 27 bis 36 Tagen und sind nach 2 Jahren ausgewachsen.

Lebensraum

Trockene, warme und sonnige Standorte, auf kalkreichem Boden, seltener auf Sandstein: magere Trockenwiesen und -weiden, steinige Steppen, Felsen, Rebberge, Brachen, manchmal Ruinen und Trockenmauern, Kiesgruben oder trockene Steinbrüche, die von Gräsern besiedelt sind.

Verbreitung

Südeuropa

Gefahren
  • Zerstörung ihres Lebensraumes durch Bau von Gebäuden und Straßen
  • Intensivierung landwirtschaftlicher Praktiken…
  • …und Aufgabe extensiver landwirtschaftlicher Praktiken: Einige Grasflächen werden weniger durch Mähen oder Beweidung gepflegt, sie verbuschen, werden von Moos überwachsen oder zum Nachteil der Weißen Turmschnecke wieder aufgeforstet.
Mensch & Tier
Fördermaßnahmen
Bessere Kenntnisse

Mehrere Bedrohungen lassen den Bestand der Weißen Turmschnecke ständig abnehmen. Selbst in ehemals dicht besiedelten Gebieten ist sie selten geworden. Die Verbesserung der Kenntnisse über die Populationen ist wichtig für einen besseren Schutz. Vergessen Sie nicht, Ihre Beobachtungen zu melden.

Lebensräume pflegen

Primär steht das Management der Lebensräume der Weißen Turmschnecke im Vordergrund, indem sie geschützt, erhalten und vernetzt werden. Idealerweise sollte die extensive Bewirtschaftung auf den ehemals aufgegebenen Wiesen und Weiden wieder aufgenommen werden. Wenn Sie in einer trockenen und sonnigen Gegend leben, können Sie einladende Orte für die Schnecke schaffen: Flächen mit lockerer Erde, in der sie sich eingraben kann. Die Flächen sollten nicht von Moosen und Flechten besiedelt sein, sondern spärliches Gras und Steine als Schutz aufweisen.

Beobachtungstipps
Beobachtungstipps
Das Tier

Um die Schnecke anzutreffen, sollten Sie ihre bevorzugten Lebensräume aufsuchen: warme, nach Süden ausgerichtete Orte mit lockerem, kalkreichem Boden.

Das leere Gehäuse

Achten Sie bei Ihrer "Schnecken-Safari" auf die größten, länglichen und zebragemusterten Gehäuse. Durch ihre Größe sind sie leicht zu finden. Es existieren sogar riesige Exemplare.

Das Gehäuse der Weißen Turmschnecke.
Weiße Turmschnecke unterwegs im Gras.
Mehr Informationen
Schneckenfauna der Schweiz
Autor
Cristina Boschi
Verlag
Haupt
Die Landschnecken Deutschlands
Autor
Vollrath Wiese
Verlag
Quelle & Meyer
Status
migriert
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Artporträt der Weißen Turmschnecke mit spannenden Informationen, Beobachtungstipps, Verbreitungskarte und tollen Bildern.

Hainschnirkelschnecke

Biologie

Die Hainschnirkelschnecke ist eine sehr häufige und farbenprächtige Art. Sie hat das vielfältigste Gehäuse aller Schnecken ihrer Gattung. Diese Vielfalt in der Färbung und Musterung ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, dennoch konnte sich die Wissenschaft bisher nicht auf eine Ursache einigen: Tarnung zur Anpassung an die verschiedenen Umgebungen, Färbung zum Schutz vor Raubtieren oder aber Laune der Genetik? Auch die gebräuchlichen Namen sind vielfältig: Neben Hainschnirkelschnecke wird sie auch Hainbänderschnecke oder Schwarzmündige Bänderschnecke genannt.
Ihre Nahrung ist ebenfalls sehr vielfältig: frische, verrottende oder tote Pflanzenresten, Moose, Algen, Pilze und gelegentlich auch Tierkadaver. Sie paart sich im Frühjahr, kurz nach dem Aufwachen aus dem Winterschlaf, und nochmals im Spätsommer/Herbst und legt 30-80 ovale Eier ab. Die Jungtiere sind erst nach 3 Jahren geschlechtsreif.

Lebensraum

Abwechslungsreich, mit Vorliebe für geschlossene oder halboffene Lebensräume: offene Wälder, Hecken, Parks, Gärten, Brachland, Wiesen, Wegränder, Dünen, Mülldeponien usw. Hauptsächlich zwischen 200 und 900 m über Meer, aber auch bis zu 1700 m.

Verbreitung

Westeuropa

Gefahren
  • Zerstörung und Strukturverlust des Lebensraumes: Wie viele Lebewesen ist die Hainschnirkelschnecke auf eine Umgebung angewiesen, die reich an Arten und pflanzlichen Strukturen ist. Monokulturen oder kurzer Rasen verhindern, dass sie Nahrung und Schutz findet.
Mensch & Tier
Fördermaßnahmen
Vielfalt zulassen

Diese Schnecke ist zwar weit verbreitet, profitiert aber dennoch von Ihrer Hilfe. Bringen Sie Abwechslung in Ihren Garten, Ihre Felder oder Ihre Nachbarschaft: Variieren Sie mit unterschiedlichen Höhen und Abstufungen der Vegetation (Hecken, Rabatten, Sträucher usw.), stellen Sie Pflanzkästen/Hochbeete auf, lassen Sie den Rasenmäher im Schuppen und genießen Sie stattdessen Blumenwiesen und verwilderte Flächen voller Leben.

Beobachtungstipps
Spuren
Die Schnecke beobachten

Ihr farbenfrohes und oft schön gestreiftes Gehäuse fällt in der Vegetation auf, auch wenn diese etwas höher ist.

Leere Gehäuse entdecken

Manchmal, wenn das Gehäuse kaputt ist, findet man weitere Überreste am Fuß von Steinen. Dies sind wahrscheinlich Überresten der Mahlzeiten von Singdrosseln. Dieser Vogel liebt Schnecken, insbesondere die Hainschnirkelschnecke. Er zertrümmert ihre Gehäuse auf Steinen, sogenannten Drosselschmieden, um an das Schneckenfleisch zu gelangen.

Das Gehäuse der Hainschnirkelschnecke.
Hainschnirkelschnecke auf einem Grashalm.
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Schneckenfauna der Schweiz
Autor
Cristina Boschi
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Haupt
Die Landschnecken Deutschlands
Autor
Vollrath Wiese
Verlag
Quelle & Meyer
Status
migriert
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Artporträt der Hainschnirkelschnecke mit spannenden Informationen, Beobachtungstipps, Verbreitungskarte und tollen Bildern.

Gefleckte Weinbergschnecke

Biologie

Die Gefleckte Weinbergschnecke ist ein bekanntes Gartentier. Wer hätte gedacht, dass diese leicht beobachtbare Art in die Schweiz eingeschleppt worden ist? Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, ist heute aber in vielen Regionen verbreitet. Sie ist in unseren Breitengraden gut akklimatisiert und ernährt sich von Gemüsepflanzen, Obstbäumen und Getreide. Gleichzeitig ist sie auch eine treue Garten-Hilfskraft: sie unterstützt die Bodenbildung, indem sie verrottende tierische und pflanzliche Resten frisst. In einem sorgfältig gegrabenen Loch legt sie ihre 40 bis 110 Eier ab.

Lebensraum

Vielfältig, aber meist im menschlichen Siedlungsraum und im Schutz einer Pflanzendecke: Gärten, Parks, Wälder, Hecken, Gebüsche und Weinberge. Bis in Stadtzentren und in Höhenlagen von bis zu 800 m über Meer.

Verbreitung

Westeuropa und Mittelmeerraum

Gefahren
  • Pestizide, die in Gärten und Kulturen eingesetzt werden: Die Gefleckte Weinbergschnecke kann - wie jedes andere Lebewesen auch - ein ungewolltes Opfer sein.
Mensch & Tier
Fördermaßnahmen
Setzen Sie auf natürlich

Um diese treue Gartenbegleiterin zu schützen, vermeiden Sie toxische Substanzen im Garten und konsumieren Sie Lebensmittel aus biologischer Produktion. Schaffen Sie Versteckmöglichkeiten für Igel und Insekten. Diese regulieren als natürliche Fressfeinde die Schneckenpopulationen.

Beobachtungstipps
Beobachtungstipps
Die Schnecke beobachten

Suchen Sie beispielsweise am Boden, auf Baumstämmen und -stümpfen, unter Blättern und auf schattigen Mauern. Oder gehen Sie nachts mit der Stirnlampe auf Beobachtungstour. Die Schnecke hat eine Schwäche für Brennnesseln, welche ebenfalls im menschlichen Siedlungsraum wachsen.

Leere Gehäuse entdecken

Ihr Gehäuse ist auf dem Boden gut getarnt, doch offenen Auges werden Sie bestimmt einige Exemplare entdecken.

Gehäuse der Gefleckten Weinbergschnecke
Gefleckte Weinbergschnecke unter einem Blatt
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Die Landschnecken Deutschlands
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Vollrath Wiese
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Quelle & Meyer
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