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Zürich: Freie Bahn für Igel & Co.

Die Stadt bietet Igeln und anderen Wildtieren in durchgrünten Wohnquartieren und Grünflächen wertvollen Lebensraum, stellt sie jedoch auch vor Herausforderungen: Fehlende Grünkorridore sowie Barrieren wie Mauern, Zäune und Treppen erschweren oder verunmöglichen den kleinen Fussgängern Zugang zu geeigneten Lebensräumen. Dadurch sind Wildtiere gezwungen, Umwege zu nehmen, was sie länger gefährlichen Bereichen wie Strassen aussetzt und wertvolle Zeit für die Nahrungssuche kostet. Um dem entgegenzuwirken, rief das Projekt «Freie Bahn für Igel & Co.» die Bevölkerung der Stadt Zürich dazu auf, den Siedlungsraum besser zu vernetzen.  

Resultate
Igel im Quartiergarten Hard, Zürich
Marder in Zürich Rehalp
Dachs
Durchgänge schaffen und melden

Mauern und Stufen, die höher als 20 cm sind, können für Igel unüberwindbare Hindernisse darstellen. Damit sie hindurchkommen, benötigen Igel Durchgänge von mindestens 10 x 10 cm. Hohe Stufen sollten mit einer Rampe oder einer Zwischenstufe begehbar gemacht werden.

Auch steile Wände an Teichen oder Pools sind gefährlich – ohne Ausstiegsmöglichkeit besteht für Igel und andere Wildtiere Lebensgefahr. Eine einfache Ausstiegshilfe kann hier Leben retten.

Als Durchgang im Holzzaun, kann man eine Latte zwischen Boden und der unteren Querverstrebung absagen.
Backsteine als Zwischenstufen ermöglichen Igeln den Auf- und Abstieg.
Ein Metallrahmen ermöglicht einen sauberen und sicheren Durchgang durch den Maschendrahtzaun.
Kleinstrukturen anlegen und melden

Ökologisch wertvolle Kleinstrukturen in Grünräumen bieten Wildtieren Lebensraum, Nahrung und Rückzugsorte. Viele Wildtiere, wie Insekten, Amphibien, Reptilien, Säugetiere und Vögel, finden in Kleinstrukturen wie Totholzhaufen, Steinhaufen, Wildblumenwiesen oder kleine Wasserstellen Schlaf-, Nist -und Laichplätze. 

Legen Sie solche Strukturen an und melden Sie sie bei uns.

Eine Ecke im Garten mit einem Asthaufen aus Schnittgut bietet den Igeln ein gutes Versteck das ganze Jahr hindurch.
Im Gegensatz zur Thujahecke bietet diese reich blühende Efeuhecke den Tieren neben Versteckmöglichkeiten auch wertvolle Nahrung.
Blumenwiesen anstatt Rasenflächen bieten Wildbienen und Schmetterlingen Nahrung.
Finanzierung

Das Projekt "Freie Bahn für Igel & Co." wurde von den nachfolgenden Organisationen unterstützt:

  • Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich
  • Vontobel Stiftung
  • Anonyme Stiftung
  • Else v. Sick Stiftung
Weiterführende Links

Artporträt

Meles meles
Vulpes vulpes
Mustela erminea
Erithacus rubecula
Erinaceus sp.